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"Mama musst Du sterben?"

Wie alles begann

Wie Kendra und ich uns kennen lernten

 

Nun möchte ich mit Dir eine Geschichte teilen, die mich nicht nur sehr berührt hat, sondern auch bei mir selbst viel in Bewegung gebracht hat.
Rückblickend ist es schon erstaunlich, was Begegnungen mit Menschen, in einem selbst freisetzten und bewegen können.
Doch fangen wir erstmal von ganz vorne an.

In meiner freien Zeit lausche ich gerne der lieben Laura Malina Seiler .
Sie ist für mich eine sehr inspirierende Frau und durchleuchtet alles aus einer anderen, feinen Perspektive.
In ihrer Facebook Gruppe #Teamliebe - Higher Self on! sind viele Menschen unterwegs, die mehr vom Leben wollen.
Sie sind so hilfsbereit, hören zu, teilen ihre Erkenntnisse und Gedanken und unterstützten sich gegenseitig.
In dieser Gruppe bin ich auf Kendra aufmerksam geworden.

In regelmäßigen Abständen teilte sie dort ihre Geschichte und bat hin und wieder um emotionale und mentale Unterstützung.
Ihre Geschichte verfolgte ich voller Bewunderung für ihre Stärke und positive Einstellung zum Brustkrebs, einige Zeit bevor ich sie dann anschrieb.

Warum ich sie anschrieb?
Es gibt keine Worte, die in der Situation tröstend wirken könnten (zu mindestens waren mir in dem Moment keine bekannt), doch ich wollte ihr eine Freude machen. 
Ihr etwas geben, aus Liebe, etwas das ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
So beschloss ich, ihr ein Familienshooting zu schenken und wenn ich dafür quer durch Deutschland fahren müsste.
Und so schrieb ich sie an und schrieb ihr, von dieser Idee.

Sie war super begeistert und sehr dankbar.
Das spannende dabei war:
Sie wohnt im Nachbar Ort.
Verrückt oder?

Und so trafen wir uns, lernten uns kennen und quatschten über dieses und jenes.

 

Kendra erzählt

(eine kleine Zusammenfassung)

 

>> Vor ein paar Monaten habe ich die wundervolle Jenny über die Teamliebe Gruppe kennen gelernt.

Sie schrieb mir eine private Nachricht und ich war sofort tief berührt und fühlte mich sofort magisch zu ihr hingezogen und verbunden.

 

Jenny erzählte mir, wie mutig , Sie mich fand und das ich so eine starke, wundervolle Frau bin, voller Hoffnung. Jetzt aber erstmal zu mir.

Ich bin Kendra, 38 Jahre alt und 2 fache Mama. Letztes Jahr im Juni 2018 habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen.

 

Meine Mama ist selber an Brustkrebs gestorben und es ist jetzt 20 Jahre her .

Ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt habe, als die Mammographie begann und meine Brüste in diese komische Maschine gepresst wurden. Ich habe alles brav über mich ergehen lassen.

Ich dachte ich wäre fertig, doch weit gefehlt.

Ich wurde gebeten, in ein anderes Untersuchungszimmer zu kommen, oh man dachte ich, ich muss doch auf Klo.

 

Naja, die Ärztin erklärte mir, das Sie jetzt eine Biopsie vornehmen würde.

Ihr liebevoller Blick erwartete ich , das alles in Ordnung ist, denn ich fühlte mich ja super und war topfit.

Dann begann die Prozedur mit der Biopsie, indem Sie eine Nadel in meine Brust steckte, autsch das tat echt weh aber ich war tapfer und schloss die Augen.

 

Dann dachte ich , so alles fertig , ich hatte gar kein Zeitgefühl mehr aber es waren einige Stunden, nee denkste .... Frau Zwiefka, nehmen Sie schon mal Platz ich komme gleich.

 

 

Und dann sagte die Ärztin zu mir : Frau Zwiefka, wir müssen jetzt überlegen, wie es weiter geht.

In meinem Kopf ratterte es, wie gucken wie es weiter geht ?

Frau Zwiefka, es tut mir leid , ich muss Ihnen leider sagen, Sie haben Brustkrebs.

 

Ich merkte, meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich war stark und fragte Sie , ist es ein gutartiger Tumor ?

Nein, leider nicht Frau Zwiefka bösartig und sehr schnell wachsend.

Sie besprach mit mir noch die Einzelheiten, ich war gar nicht mehr abwesend, nur mein Körper war da , meine Seele hatte sich verkrochen.

Als ich endlich raus durfte, ließ ich meinen Tränen freien Lauf.

 

Ich rief meinen Mann an , ich sagte nichts am Telefon, er wusste es auch so. Dann habe ich mir einen Park gesucht, um durchzuatmen.

Ich nahm mein Handy und wählte Papas Nummer. Ich brachte genau diese Worte heraus.

PAPA , hier ist Kendra, ich habe Brustkrebs. Dann brach ich weinend am Telefon zusammen.

Papa fing mich sofort auf und machte mir Mut. Kendra, wir schaffen das, Mamas Tod ist fast 20 Jahre her.

Du bist noch so jung und so stark. Ich habe eine Freundin und Sie hat es auch geschafft.

Das war meine Geschichte, dann ging es los.

 

Wie sage ich meinen Kindern die Wahrheit ?

 

Philips erste Frage war : Mama, wirst du sterben ? so wie Oma ?

Ich versicherte ihm ,das Sterben keine Option war.

Ich war doch so jung, sportlich, gesund .

Es folgte nach ein paar Tagen, das wohl wichtigste Gespräch meines Lebens.

Conny , zu dem Zeitpunkt noch meine Kundin, fragte mich , ob ich offen für neues sei ?

keine Sekunde zögerte ich .

Dieses Gespräch mit ihr , hat alles verändert. Conny zeigte mir einen Weg, etwas ganz neues, für mich.

Spirituell, das kannte ich vorher gar nicht.

Sie sprach von einer Seelenheilung.

Ich vertraute ihr sofort und es war eines meiner wichtigsten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

Danach hat sich alles verändert und dadurch das ich nach 19 Jahren die Wahrheit gesprochen habe, begann Ich mich neu zu entdecken und endlich zu lieben, genau so wie ich bin.

 

Durch meine Chemotherapien habe ich meine Haare verloren, ich liebte meine lange Mähne.

Als ich mich nun das erste Mal im Spiegel sah, ohne meine Haare, geschah etwas magisches.Ich blickte in zwei große braune Augen und was soll ich sagen ? ich verliebte mich in mich selbst.

 

 

Als Jenny mich fragte, ob Sie mich in meinen Therapien begleiten darf, stimmte ich sofort zu. Wir hatten soviel Spaß zusammen, ich fühlte mich frei und bemerkte gar nicht die Kamera.

Als ich die ersten Fotos sah, von der Bestrahlung, glaubte ich kaum, was ich dort sah.

Eine Strahle Frau und die Bilder so liebevoll und im Detail aufgenommen .

Nie fühlte ich mich wohler . Ich konnte es kaum glauben und ich habe mich in diese wunderschönen Bilder verliebt , auch wenn Sie im Krankenhaus aufgenommen wurden und im Strahlungszentrum, so möchten Jenny und ich genau das präsentieren. Keine Angst zu haben, die richtige Umgebung mit den richtigen Menschen. Vertrau dir einfach, so wie ich es bei Jenny getan habe.

Danke für diese wundervolle und wertvolle Arbeit. <<

 

 

Neues wagen

 

Sie erzählte mir, dass sie zwei, drei Frauen durch ihre Therapien begleitet und mental zur Seite steht.
Sie erzählte mir, dass ihr dieses sehr viel Spaß mache und das sie sich vorstellen könnte, dies auch beruflich zu machen.
Sie möchte aufklären.
Frauen die Angst nehmen.
Sie mental und emotional in dieser Situation unterstützten.

Was eine grandiose Idee!

Kendra bloggt über ihre Diagnose Brustkrebs, teilt ihre Gedanken, gewährt Einblicke in die Therapien.
Ach, diese Idee sprach direkt mein Herz an und so fragte ich sie, ob sie sich vorstellen könne, dass ich sie bei ihren Therapien fotografisch begleite, so dass sie diese Momente mit anderen teilen könne, um anderen noch bessere Einblicke geben zu können.
Es wäre eine Möglichkeit das unbekannte Sichtbar und greifbar zu machen, Ängst zu mildern und dem Unbekannten "ein Gesicht zu geben".

Von dieser Idee war sie gleich begeistert und so verabredeten wir uns für die nächsten Bestrahlungstherapie.

 

Die Bestrahlung


An dem Morgen war ich sehr aufgeregt.
Ich wusste sogar nicht was auf mich zu kommen wird, wie der Ablauf ist.
Ich als außenstehende unterliege der Neugier, doch wie musst es da erst den Frauen gehen, die selbst davon betroffen sind?
Was für Ängst und Gedanken machen sie sich?

Ein Taxi brachte uns nach Minden ins Hospital.
Nur wenige Minuten mussten wir warten bis wir in die Umkleidekabine durften.
Der Wartebereich war alles andere als steril. 
An der einen Wand hing ein riesen großes beleuchtest Bild, welches einen Ausschnitt eines Waldes zeigte.

Es strahlte Licht, Ruhe und ein Hauch von Wohlgefühl aus.

 

 

Eine weitere Frau gesellte sich zu uns und wir kamen ins Gespräch.
Auch sie hatte Brustkrebs und war zur Nachsorge Untersuchung da.
Die beiden Frauen tauschten sich aus und lauschte ihnen erstaunt und ganz ehrfürchtig ihren Geschichten und Erfahrungen.

In der Umkleidekabine legte Kendra für die Bestrahlung alles notwendige ab.

Anschließend wurde sie in den Bestrahlungsraum begleitet.
Ganz ruhig legte sie sich in ihre vorgegebene Position und die Arzthelferinnen, korrigierten hier und da noch etwas, damit die Bestrahlung auch an den Körperstellen statt fand, an denen sie notwendig war.
Alle waren super freundlich und sehr offen.
Noch nie hatten sie erlebt, dass jemand eine Fotografin mit zur Bestrahlung bringt.

Während Kendra bestrahlt wurde, wartete ich draußen auf sie.

 

 

Das Bestrahlungsgerät sah ziemlich spektakulär aus.
Je nach Krebsart, nimmt der Patient eine bestimmte Position ein, damit die Bestrahlung an der jeweiligen Stelle vorgenommen werden kann.
Für die Bestrahlungszeit (im Schnitt 10 Minuten) liegt der Patient dann ganz still und entspannt in dieser Position, damit die Maschine über den Körper fahren kann, um ihre Arbeit zu tun.

 

Danach ging es mit dem Taxi wieder nach Hause und wir gönnten uns eine heiße Tasse Tee.

 

Die Antikörper

 

Ungefähr zwei Wochen später trafen wir uns zu Kendras zweiter Therapieeinheit, den Antikörpern.
Hierbei werden ihr Antikörper über die Blutbahn zugeführt, um das Immunsystem wieder aufzubauen und zu stärken.
Nach wenigen Minuten konnten wir auch hier schon direkt Platz nehmen.
Die beiden anwesenden Schwestern, lachten und machten mit uns einen Spaß nach dem anderen.
Sie sorgten für eine tolle, angenehme Atmosphäre.
Zwei weitere Damen waren anwesend.
Sie saßen auf ihrem Stuhl und bekamen bereits ihre Antikörper.
Die eine trug eine Perücke, die andere eine Mütze. 
Beide lasen in einem Buch.
Beide hatten Kühlpäcks an ihren Händen und Füßen.
Vorsichtig fragte ich Kendra, wofür diese Kühlpäcks seien und ob sie diese auch bekommt.

Sie erklärte mir, dass es sein kann, dass die Fingerspitzen und die Füße anfangen können zu kribbeln.
Es tut nicht weh, fühlt sich nur unangenehm an und die Kälte lindert dieses Kribbeln.
Kendra wurde für ihre Antikörper - Therapie vorbereitet.

 

 

 

 

 

In der Zeit, in der die Antikörper durchliefen unterhielten wir uns.
Die beiden anderen Damen, waren mit ihrer heutigen Therapie fertig und verließen nacheinander den Raum.
Kurze Zeit später kam eine weitere Dame herein, um ihre Antikörper zu bekommen.
Sie und Kendra kamen ins Gespräch und tauschten sich über Borkum, als Kurziel, aus.

Wir waren schneller fertig als, dass Taxi da sein konnte und so gingen wir nach unten in die Mensa und warteten bei einer Tasse Kaffee auf unseren Chauffeur.

 

Kendra ist eine bemerkenswerte Frau, die nicht nur für ihre Familie da ist, sondern auch noch anderen Frauen, Mut, Trost und mentale Stärke gibt.
Begegnungen zwischen Menschen, können Leben verändern.
Sie können das Herz berühren und unter die Haut gehen.

 

 

Solltest Du eine Frau kennen, die selbst gerade in so einer Situation ist oder Fragen haben, dann schreibe Kendra gerne direkt an bzw. mache andere Frauen auf Kendra aufmerksam!
Sie wird Dir gerne weiterhelfen.

Kendra findest Du auf Facebook und auf Instagram.

 

 

Ich wünsche Dir viel Gesundheit und ganz viel Liebe in Deinem Leben,

Deine Jenny