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6 Tipps fürs fotografieren bei Sonnenschein

Fotografieren bei Sonnenschein

 

"Wohooo, die Sonne scheint und, jetzt lassen sich wunderbare Fotos machen!"

So oder so ähnlich erlebe ich es immer wieder. Die Sonne scheint bei uns die Euphorie auszulösen und den Drang die Kamera in die Hand zu nehmen, um unsere Momente einzufangen.
Ist die Sonne für gute Fotos ausschlaggebend?
Diese Frage kann ich mit einem klaren NEIN beantworten.
Das Wetter ist für gute Fotos völlig unrelevant!
Wichtig ist, dass Du mit Deinem Momenten - festhalten - Werkzeug (die Kamera) umgehen kannst und diese verstehst ;-)
Doch zurück zum Thema.
Ob die Sonne scheint oder es bewölkt ist, die Fotos werden einfach anders.


1. Im direkten Sonnenlicht fotografieren

 

>> Die Sonne lacht, nimm Blende 8." ist eine Fotografen - Weisheit, die heute immer noch verwendet wird, doch auf Grund der sich immer weiterentwickelten Technik längst überholt ist.
Du kannst auch wunderbare Aufnahmen mit einer Blende von 2 kreieren.
Hier kannst Du die starke Überbelichtung, durch die Belichtungszeit (einfach höher stellen) entgegen wirken.
Mit einer ISO bei 100 oder 200 bist Du sehr gut dabei.
Wenn Du Dir jetzt genaue Werte erhoffst, dann muss ich Dich leider enttäuschen.
In der Fotografie gibt es nicht DIE Werte für die eine Situation, dafür spielen einfach zu viele Faktoren in dem jeweiligen Moment eine Rolle.

Im direkten Sonnenschein werden Deine Fotos sehr kontrastreich, aufgrund der sehr hellen und der sehr dunklen Bereiche, die sich in Deinem Foto vereinen. 
Das menschliche Auge, nimmt diese Bereiche gar nicht so stark war, doch wenn Du Dir im Anschluss das Foto ansiehst, weißt Du genau was ich meine.

Deine Kamera kann sich nur auf einen Bereich konzentrieren, d.h. bedeutet, entweder wählst Du Einstellungen, die auf die hellen Bereiche abgestimmt sind, oder eben auf die dunklen.
Hier solltest Du darauf achten, dass die hellen Bereichen, nicht ausbrennen und die dunklen Bereiche innerhalb Deines Fotos auch nicht "absaufen". Beide Bereichen weisen in dem Fall keinerlei Struktur mehr auf und werden nur als "matschigen" Bereich abgebildet.
Hier gilt es also eine Balance zwischen diesen beiden Bereichen zu finden.

Auch die Schatten im Gesicht oder auf dem Körper können hier sehr stark und alles andere als schmeichelnd sein.
Schatten im Gesicht und auf dem Körper können jedoch auch sehr spannend sein.
Wichtig ist, dass Du darauf achtest, dass das Kind nicht direkt in die Sonne schauen muss.
Du kennst es wahrscheinlich von Dir selbst.
Wenn Du in ihre Richtung schaust, die Augen zusammen kneifen musst, da die Sonne so hell ist.
So wird es auch Deinem Kind ergehen und es wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit einfach weg drehen, weil es für die Augen sehr unangenehm ist.

2. Den Schatten nutzen

 

Ich suche mir bei Sonnenschein gerne die Schattenplätze.
Es ist nicht nur für die meisten Kinder angenehmer, sondern die sehr harten Kontraste durch Licht und Schatten werden dadurch ebenfalls vermindert.

 

 

Hierbei achte ich darauf, dass ich mich [wenn möglich] so bewege, dass die Sonne in meinem Rücken ist. 
So ist das Gesicht des Kindes wunderbar und gleichmäßig ausgeleuchtet.
Natürlich bleiben Kinder nicht still sitzen oder gar am selben Fleck, da können Gegenlichtaufnahmen sehr spannend sein.

 

3. Gegenlichtaufnahmen

 

Gegenlicht ist eine vor allem in der Fotografie verwendete Bezeichnung für eine Lichtquelle, die direkt in oder in der Nähe der Motivrichtung liegt.
Das heißt, ich fotografiere gegen das Licht (das Kind befindet sich zwischen mir und der Lichtquelle).
Um ein ausbrennen bzw. absaufen einzelner Bereich in Deinem Foto zu vermeiden, kannst Du die Spotmessung verwenden.

Diese kannst stellst Du über Dein Kameramenü ein.
Bitte nimm hierzu Dein Handbuch zur Hand, da ist es ganz genau beschrieben. 
[Falls Du nicht weiter kommen solltest, kannst Du mir gerne eine E-Mail an: info@zauberhaftlebendig.de schreiben, dann helfe ich Dir gerne =) ]


Bei den Gegenlichtaufnahmen ist es so, dass Dein Kind hier dunkler ist als die Umgebung. Das liegt daran, dass die Sonne sich ja hinter Deinem Kind befindet und dessen Gesicht und die Vorderseite des Körpers im Schatten befindet.
Dieses kannst Du entweder mit einem Aufsteckblitz oder einem Reflektor aufhellen.
Beides nutze ich übrigens nicht!
Zur Aufhellung benutze ich mein Zauberwerkzeug von einem Bildbearbeitungsprogramm [Lightroom].
Auch Du dürftest ein passendes Bildbearbeitunsgprogramm zur Hand haben.
Zu Deiner Kamera müsste eine CD mitgeliefert worden sein, auf der ein passendes Bildbearbeitungsprogramm gespeichert ist.
Installiere es Dir gerne und dann kannst auch Du im Nachhinein, die Gegenlichtaufnahmen ggf. aufhellen.
Beim aufhellen kannst Du grob gesagt, wie folgt vor gehen:

 

-> Erhöhe die Helligkeit
-> Verringere die Lichter

-> Erhöhe die Tiefen

Das ist nun wirklich nur ganz grob und soll Dir einfach als Anhaltspunkt dienen. 
Oh, noch ein Tipp, der mir an dieser Stelle einfällt.
Meine Empfehlung ist im RAW (Canon) oder NEff (Nikon) oder einem anderen "Rohen Format" zu fotografieren, um bei der Nachbearbeitung alles an Möglichkeiten heraus zu holen. Im Roh- Format wird Dein Foto 1:1 mit allen Bildinformationen abgespeichert. JPG ist hingegen schon ein komprimiertes Format, was die Nachbearbeitung erschweren kann.

Um das Gesicht schon von vornherein aufzuhellen, kannst Du Deinem Kind auch einfach helles Oberteil anziehen.
Dieses reflektiert dann das Licht ins Gesicht und es ist gut ausgeleuchtet.

Weiter interessante Gedanken zu Gegenlichtaufnahmen findest Du in meinem zuvor verfassten Blogartikel, hier.

4. Benutze eine Gegenlichtblende


Die Gegenlichtblende ist bei mir grundsätzlich und unabhängig vom Wetter auf meinem Objektiv im Einsatz.
Sie dient mir da vor allem als Linsenschutz, falls ich mal irgendwo dran stoßen sollte, oder ins Gebüsch krabbel.
Ihre eigentliche Aufgabe ist es jedoch, das Streulicht und die Blendenflecken zu verringern. 
Blendenflecken oder auch Lensflears genannt, sind die meist bunten Lichtkreise auf Fotos.
Sie können wunderbar als Stilmittel eingesetzt werden und dem Foto einen WOW - Effekt verleihen.
Diese Blendenflecken kannst Du sogar mit Gegenlichtblende erzielen, wenn der Winkel zur Sonne passt.
Ansonsten nimm sie gerne für solche Aufnahmen ab.

5. Schattenspiele

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Bildequelle: www.pinterest.de/pin/39899146684397599/

Mit Licht und Schatten zu spielen kann ein wahres Abenteuer sein!
Kennst Du das Spiel "Schatten - packen"?

Es ist ein Spiel, welches ich noch aus der Grundschule kenne und nur bei Sonnenschein spielbar war.
Der Fänger musste den Schatten des anderen fangen und dann wurde getauscht.
Dies ist ein tolles Spiel, besonders für Kinder die sensibel sind oder andere ungerne berühren bzw. Körpernähe ungern haben.

Kindliche Schattenfotos sind auch eine hervorragende Alternative, wenn Du Fotografien Deines Kindes nicht öffentlich teilen möchtest, jedoch doch gerne ab und an den ein oder anderen Moment gerne teilen möchtest.

Wo in Deiner Umgebung kannst Du tolle Schatten - Spiel - Fotografien kreieren?

6. Silhouetten

So minimalistisch und doch so voller purer Leben, Energie und Liebe.
Silhouetten Fotos sind auf ein Minimum reduziert.
Es zeigt nur den Umriss einer Person oder Personen, des Tieres oder eines Objektes.
Deine Fantasie wird angekurbelt.
Wie mag die Person wohl im Detail aussehen?
Welche Augenfarbe mag sie haben?
Trägt sie ein Kleid oder ist es ein Oberteil mit passendem Rock? 
Welche Emotionen spiegelt ihr Gesicht?

Wie mag das Fell des Tieres wohl aussehen?
Welche Details schmückt wohl das Objekt?

Nun wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim ausprobieren!

Deine Jenny

Weiteres:

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Experten Tipp 11: So machst Du kreative Fotos mit Deinem Handy

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Außerdem:

Wusstes Du, dass ich ein eBook über natürliche Kinderportraits geschrieben habe?
In diesem eBook bekommst Du ganze 18 Tipps, wie Du natürliche Kinderportraits kreieren kannst.
Hier gehts zum eBook: 18 Tipps für zauberhaft - lebendige Kinderportraits

Ach ja:
Kennst Du schon meine Gruppe für Fotografie begeisterte Eltern?

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Über die Autorin Jenny von Zauberhaft ~ Lebendig

Mein Name ist Jenny und ich bin die Frau hinter der Kamera.

Der Blog hält regelmäßig Tipps&Tricks sowie fotografische Geschichten aus dem Familienalltag für Dich bereit.

Du profitierst nicht nur von meinem fotografischem Können, sondern auch von meiner 8- jährigen Berufserfahrung als staatlich anerkannte Erzieherin.

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>> Fotos sind wie kleine Liebesbriefe an Deine Kinder, über eine Zeit, an die sie sich selbst kaum erinnern werden können. <<