· 

Experten Tipp 10: Die Sache mit dem Fokus

Was ist dieser Fokus und was will er von mir? 😳

 

Wenn Du bei Deiner Kamera durch den Sucher schaust und dann den Auslöser andrückst, siehst Du wie ein roter Punkt oder ein rotes Viereck aufblickt.
Das ist der Fokus.
Dieser Punkt bzw. Viereck (je nachdem was Deine Kamera Dir anzeigt) bestimmt die Stelle in Deinem Bild, welche Scharf sein soll.

Ein Beispiel:
Du möchtest Dein Kind fotografieren und stellst den Fokus auf dessen Gesicht.
Fotografierst Du nun Offenblendig ( f/2) ist die Schärfentiefe sehr gering.
Du kannst Dir den Fokuspunkt mit dieser Blendenöffnung, wie eine Linie vorstellen.
Da wo die Linie ist, ist es scharf, wie ein Laserstrahl. Durch die Offene Blende von f/2 ist diese Linie sehr dünn, so dass der Vordergrund, wie auch der Hintergrund unscharf abgebildet werden. 
Nur das Gesicht Deines Kindes ist scharf, da dort der Fokuspunkt liegt.



Mit dem Handy funktioniert das übrigens auch.
Hier tippst Du einfach auf den Display Deines Handys und bestimmst damit den Bereich, der in Deinem Foto scharf abgebildet werden soll.

Es gibt viele Fokusbereiche, doch im heutigen Blogartikel werde ich nur auf die Grundlegendsten und für den Anfang relevantesten eingehen.

 

 

Der Autofokus

 

Im Autofokus wählt die Kamera den Fokus (also den Schärfepunkt) automatisch. Du brauchst hier nichts weiter zu tun, hast jedoch auch keine Einflussmöglichkeiten. 
Den Autofokus kannst Du im Menü, wie auch an Deinem Kamerabody, sowie an Deinem Objektiv einstellen.
Meistens ist dieser schon Voreingestellt, so dass Du direkt los legen kannst.
Das Kürzel für den Autofokus ist übrigens "AF".

Hier sucht sich die Kamera einen für sie prägnanten Bildanteil und stellt diesen scharf.
Die Schärfe des Bildes, um genau zu seien des Objektes oder zu fotografierenden Person, gibst Du voll und ganz an Deine Kamera ab.

Schwierig wird es, wenn sich im Vordergrund oder irgendwo im Bild etwas bewegt, wird die Kamera darauf aufmerksam und verlagert den Fokuspunkt dorthin, weil es für sie prägnanter ist. Es kann also passieren, dass der Fokuspunkt hin und her springt und es sehr knifflig wird ein gescheites Foto von dem Moment zu machen.


Der manuelle Fokus

 

Eine sehr gute und kreative Alternative zum Autofokus ist der manuelle Fokus.
Hier hast Du vollen Einfluss auf den Schärfe punkt und kannst ihn nach belieben verschieben.
Um den Fokus manuell zu verstellen, setzt Du Deinen Kamerabody, wie auch das Objektiv von "AF" auf "M" für manuellen Modus.

Den Fokuspunkt manuell einstellen zu können, braucht es viel Fingerspitzengefühl.
Du drehst nun den Ring an Deinem Objektiv solange, bis Dein Motiv scharf abgebildet wird und kannst dann den Auslöser drücken.
Doch Vorsicht! - Sobald Du Dich bewegst oder Deine Position veränderst, muss der Fokuspunkt neu eingestellt werden, um ein scharfen Bild zu bekommen.

Der manuelle Fokus bietet sich an, wenn Du beispielsweise etwas im Gras fotografieren und einen bestimmten Grashalm scharf haben möchtest.

 

 

So nutze ich den Fokus


Ich arbeite mit einem Misch - Masch aus Autofokus und manuellem Fokus.
Meine Objektive, wie auch mein Body stehen immer auf Autofokus "AF".
In meinem Kameramenü kann ich den Fokus so einstellen, dass ich ihn manuell nutzen kann, sprich ich kann den Fokuspunkt mit Hilfe der Pfeiltasten verschieben, wenn mir der Autofokus nicht gefällt.
So bin ich sehr flexibel und kann den Fokus an die jeweilige Situation anpassen.

 

Wie der Fokuspunkt die Bildwirkung beeinflusst

 

Diese Collage zeigt Dir drei Möglichkeiten wie Du den Fokus einsetzten kannst, je nachdem welche Bildwirkung Du erzielen möchtest.
Im ersten Bild, liegt der Fokuspunkt im Vordergrund und lässt alles im Hintergrund unscharf werden.

Das mittlere Bild zeigt, wie sich das Bild verändert, wenn der Fokuspunkt in die Mitte wandert.
Das Deko - Gedöns der anderen Orchidee, sowie der Hintergrund liegen nun in der Unschärfe.
Das Bild bekommt durch diesen 3D - Effekt mehr tiefe, die beim Bildbetrachter mehr Spannung erzeugt (wie ein Paparazzi - Foto).

Das letzte Bild zeigt, wie sich das Bild verändert, wenn der Fokus in den Hintergrund rutscht.


Die Einstellungen, wie auch die Position sind bei jedem Foto identisch, nur der Fokuspunkt hat sich verändert und somit auch die komplette Bildwirkung.
Wahnsinn oder?

 

 

Probiere die Möglichkeiten bei deinem Kameramodel, in Bezug auf die Fokus - Einstellungsmöglichkeiten aus.
Lass Deiner Kreativität freien lauf und habe Spaß!
Setzte Dich nicht gleich unter Druck, wenn es nicht gleich so klappt, wie Du es gerne hättest!
Bleib dran!

 

Weiteres:

 

Hier gehts zum Experten Tipp 9: Nie mehr unscharfe Fotos!
Hier gehts zum Experten Tipp 8: Kinder - Portraits mit Fenster- Licht


Außerdem:

Kennst Du schon meine Gruppe für Fotografie begeisterte Eltern?

Nein?
Dann komm gerne in meine kostenlose Facebook - Gruppe, in der ich regelmäßige Tipps&Tricks für Dich 

 

Über den Autor Jenny von Zauberhaft ~ Lebendig

Mein Name ist Jenny und ich bin die Frau hinter der Kamera.

Der Blog hält regelmäßig Tipps&Tricks sowie fotografische Geschichten aus dem Familienalltag für Dich bereit.

Du profitierst nicht nur von meinem fotografischem Können, sondern auch von meiner 8- jährigen Berufserfahrung als staatlich anerkannte Erzieherin.

Du möchtest mehr über mich wissen?

Dann schaue auf ÜBER MICH oder auf meiner Facebook - Seite Zauberhaft ~ Lebendig vorbei.

>> Fotos sind wie kleine Liebesbriefe an Deine Kinder, über eine Zeit, an die sie sich selbst kaum erinnern werden können. <<