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Was ist, wenn mein Kind beim Fotoshooting nicht mitmacht?

Beim Kennlern - Gespräch

Mit jeder Mami (meistens sind es Mamis), die mich für Familienfotografien anfragen vereinbare ich vorab ein Telefontermin.
Dieser Termin dient Dir wie auch mir zum ersten beschnuppern. 
Zum Kennenlernen und um zu schauen ob die "Chemie stimmt".
Eine essenzielle Notwendigkeit.
Immer hin habe ich die Ehre, Deine ganz persönlichen Mama - Momente mit Deinen Kindern und die Momente zwischen Dir und Deinem Mann, zu teilen und fotografisch einzufangen.
Während unserem Telefonat kannst Du mir über Deine Wünsche und Vorstellungen berichten.
Viele Mamis machen sich im Vorfeld sooooooooo viele Gedanken.
Der meiste Gedanke, der mir entgegen getragen wird ist:



>>Was ist, wenn mein Kind nicht mitmacht?<<

 

 

Bedenken machen sich breit, denn nicht jeden Tag bucht ihr als Familie eine(n) FotografIn.

 

 

Deine Bedenken haben Platz

Genau dafür ist unser Telefonat da!
Hier ist nicht nur Platz für Deine Wünsche und Vorstellungen, sondern auch für Deine Bedenken und anderen Gedanken.
Auf den Satz >>Was ist, wenn mein Kind nicht mitmacht?<< , frage ich meist zurück, wie Du darauf kommst.
Manche Mamis erzählen mir das ihre Kinder gerade in der Fremdelphase oder generell eher schüchtern sind.
Das ist völlig in Ordnung!
Dein Kind ist und hat eine Persönlichkeit, die es frei ausleben darf.
Besonders, bin ich Fremd und komme nun in das "zu Hause" oder in einen anderen persönlichen Raum, da darf Dein Kind skeptisch und vorsichtig sein!

 

 

Dein Kind bekommt die Zeit die es braucht

Als Mama lade ich Dich ein ganz offen und liebevoll in das Fotoshooting zu gehen. Hab vertrauen in Dein Kind, dass alles gut wird.
Schleppst Du Deine Bedenken immer mit Dir rum, fließt auch Dein Fokus in diese Richtung und dann kann es sogar so eintreten, wie Du es erwartet hast.
Wie eine selbst erfüllende Prophezeiung.
Daher vertraue.
Dein Kind bekommt die Zeit die es braucht.

Das ein oder andere schüchterne oder auch skeptische Kind hatte ich schon vor meiner Kamera.
An dieser Stelle möchte ich gerne mit Dir diese Geschichten teilen, damit Du besser verstehen kannst, wie ich in solchen Situationen vorgehe.

Empathie ist da die Zauber - Eigenschaft. Das Kind mit seinen Bedürfnissen sehen, wahrnehmen und ihm die Zeit und den Raum zu geben, die es braucht.

 

 

Ich will nicht!

 

 

Diese kleine Maus hat noch eine "größere" Schwester (zu dem Zeitpunkt 2-3 Jahre alt).
Mit Baby auf dem Arm öffnete Mama mir die Tür.
Sie kochte leckeren Tee auf und machten es und auf dem Sofa gemütlich.
Die Große turnte um uns herum.
Sie war mir gegenüber skeptisch und beobachtete mich.
Um ihr den Raum zu geben, den sie brauchte, konzentriere ich mich auf ihre Mama und ihre kleine Schwester.
Nach einer Weile sprach ich sie an, doch bekam noch einen etwas ängstlichen und fragenden Blick so nach dem Motto " Was illst Du denn?!" 
So lenkte ich meinen Fokus wieder auf Mama und die Kleine.
Nachdem die Teetasse genussvoll ausgetrunken war, entschieden wir uns die ersten Aufnahmen im Schlafzimmer zu machen.
Auf dem elterlichen Bett war es super kuschelig und für alle genügend Platz.

Auf dem Weg dorthin protestierte die Große, sie wolle nicht.
>> Wenn Du nicht möchtest, dann brauchst Du auch nicht mit machen. Dann schaust Du einfach nur zu<<, sagte ich liebevoll zu ihr.
Während wir uns schon ausbreiteten und Mama es sich mit der Kleinen auf dem Bett gemütlich machte, blieb die Große im Türrahmen stehen.
>> Kannst DU von dort alles gut sehen?<<, fragte ich sie.
Sie antwortete mit einem etwas genervten Blick.

Mama versuchte sie zu überreden mitzumachen, in dem sie ihr gut zu sprach.
Zur Mama gewandt sagte ich: >>Gib ihr ruhig die Zeit, sie wird schon kommen, wenn sie mag. Vertrau mir.<<
Und so starteten wir.
Wir ignorierten die Große und ließen ihr somit die Zeit und den Raum, den sie brauchte.

Irgendwann war ein tapsen und dann ein rascheln der Bettdecke zu hören.
Die Große krabbelte an Mamas Seite.
Sie sah wohl, wie viel Spaß wir hatten und wollte nun auch mit dabei sein. 
Sie wollte auch mit auf die Fotos.

Und so las sie ihrer kleinen Schwester aus ihrem Lieblings - Büchlein vor und betüddelte sie so wunder- und liebevoll. 
Eben wie eine stolze, große Schwester.
Zum Schluss nahm ich mir Zeit und fotografierte nur sie allein.
Wir machten quatsch, spielten mit der Bettdecke verstecken und lachten uns scheckig!

Von: Ich will nicht! Keine Spur!

Als ich gehen wollte protestierte sie und fragte mich vorwurfsvoll: >>Wann kommst Du wieder? <<

 

 

Mir ist jetzt eher nach....

Klaas Mama wünschte sich zum ersten Geburtstag ihres Sohnes ein Cake - Smash Fotoshooting.
Sie organisierte einen bezaubernden Kuchen (gebacken von Zuckerkrönchen) und niedliche Kleidung inkl. Cap.
Selbst das Wetter war wunderbar warm und sonnig.
Wir suchten uns einen schönen schattigen Platz unter Weidebögen und richteten  den Kuchen und leckeren Muffins an.

Mama setzte Klaas dann vor den umwerfend aussehenden Kuchen, damit er los legen konnte.
Er schaute jedoch ziemlich spärlich und dachte gar nicht dran.
Er drehte sich zur Seite und krabbelte davon.
Mama sammelte ihn wieder ein, doch er dachte gar nicht daran den Kuchen zu zermatschen und so krabbelte er wieder davon.

Bei seiner Mama stieg während dessen schon der Stresspegel leicht an, wie so oft, wenn man gewisse Vorstellungen vom Ergebnis hat ;-)
>> Das kann doch gar nicht sein. Zu Hause will er immer matschen und hier darf er es und will nicht. Das verstehe ich nicht!<<, äußerte sie.
>> Nun ja, zu Hause wird er bestimmt immer korrigiert wenn er mit dem Essen matscht oder spielt oder? (sie nickte zustimmend)
Und nun soll er sogar mit dem Essen spielen und matschen.
Das ist eine super paradoxe Situation.
Er soll jetzt etwas tun, wofür er sonst "ärger" bekommt. << erklärte ich ihr.

Ja, diese paradoxe Situation wurde ihr nun auch bewusst.
Sie erzählte mir auch, dass er gerade anfing zu laufen.
So schlug ich ihr vor, seinem Bewegungsdrang nach zukommen.
Kinder finden es immer spannend, neue Dinge zu entdecken, neue Fähigkeiten zu testen und ihre Grenzen zu erkunden.
So nahmen Mama und Papa ihn abwechselnd an die Hand und "flitzten" mit ihm über die Wiese.

Seine ersten Schritte waren nun fotografisch eingefangen.
Ein Fotoshooting VOR dem Fotoshooting sozusagen *lach*
Nachdem er sich etwas ausgepowert hatte, setzte Papa ihn vor den Kuchen und siehe da, er fing an, an ihm rumzuzuppeln.
Irgendwann gab es dann kein halten mehr und er zerlegte den Kuchen in alle Bestandteile.
Nebenbei teilte er einige Stückchen auch mit dem Hund.

Danach sah er natürlich dementsprechend aus, doch auch da hatte Mama an alles gedacht.
Sie hatte eine Thermoskanne mit Wasser, einen Lappen und eine Schüssel dabei.
Papa bereitete alles vor und begann Klaas mit dem Waschlappen zu säubern.
Oh, dass fand er gar nicht gut und begann laut zu protestieren.

Ich schlug Papa vor, ihn das selbst machen zu lassen, wenn er das gerne wollte.
Klaas dachte jedoch nicht daran.
Er fand die Schüssel viel interessanter.
Von allen Seiten wurde sie begutachtet und untersucht.

Er versuchte die Schüssel hoch zu heben, doch mit dem Wasser drin, war sie zu schwer.
So fand er eine für sich viel bessere Lösung. 
Er steckte den Kopf einfach in die Schüssel.
Vor Vergnügend quietschte er und lachte. 
Ein wahrhafter Augenschmaus ihm dabei zu zusehen, besonders als er endlich einen Weg gefunden hatte, sich die Schüssel auf den Kopf zu ziehen. 😅

 

Wer ist das und was will die hier?

 

Die dritte Geschichte handelt von einem zauberhaften Sonnenscheinkind mit extra Chromosom.
Sie war extrem schüchtern und begutachtete mich lieber aus der Ferne.
So hielt ich mich sehr im Hintergrund auf, um ihr den Raum zu geben sich an mich zu gewöhnen und sich eher auf die Zeit mit ihrer Familie zu konzentrieren.
Auf dem Spielplatz erkundete sie die Umgebung und hatte sichtlichen Spaß.
Sie schaute mich skeptisch an, was für mich völlig in Ordnung war.

Nach einer weile war sie "warm" geworden und beglückte mich sogar mit einem Herz erwärmenden lächeln.
Sie brauchte Zeit und Distanz, um sich entfalten zu können.

 

Und die Moral der Geschichten...

Wenn Du mit Empathie und Liebe, die Bedürfnisse Deines Kindes, wahrnehmen und drauf eingehen kannst, fühlt es sich gesehen.
Es fühlt sich Wertgeschätzt. Gleichberechtigt.
Alle Kinder hatten in jenem Augenblick ein Bedürfnis, welches nicht zu dem unseren passte.
Doch mit Geduld, Liebe und dem schaffen einer entspannten Atmosphäre, mit viel Zeit und Raum für sich selbst, konnten sie sich finden.
Sie konnten ein Gefühl für die Situation bekommen und sich dann entscheiden, ob sie lieber passiver Zuschauer oder aktiver Gestalter sein wollten.
Empathie, Liebe, eine Portion Distanz und Wertschätzung. Wundervolle Zutaten, um eine kindgerechte Atmosphäre zu schaffen.

 

 

Deine Jenny

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Über die Autorin Jenny von Zauberhaft ~ Lebendig

Mein Name ist Jenny und ich bin die Frau hinter der Kamera.

Der Blog hält regelmäßig Tipps&Tricks sowie fotografische Geschichten aus dem Familienalltag für Dich bereit.

Du profitierst nicht nur von meinem fotografischem Können, sondern auch von meiner 8- jährigen Berufserfahrung als staatlich anerkannte Erzieherin.

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>> Fotos sind wie kleine Liebesbriefe an Deine Kinder, über eine Zeit, an die sie sich selbst kaum erinnern werden können. <<