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Experten Tipp 7: für natürliche Kinderfotos mit unscharfem Hintergrund

5 Tipps: So erstellst Du ein kindliches Portrait mit unscharfem Hintergrund.

Begeistert Dich ein Portrait mit unscharfen Hintergrund auch so sehr?
Das magische an diesen Portraits ist, dass die abgebildete Person unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Es gibt gar nichts was uns ablenkt.
Schaut die fotografierte Person dann auch noch direkt in die Kamera, fühlt es sich immer so an, als würde sie Dich direkt anschauen oder?
Was für eine Nähe und Intimität so ein Portrait versprühen kann.

Wie Du so schöne Portraits Deines Kindes zaubern kannst verrate ich Dir jetzt.
Um die nachfolgenden Tipps ausgiebig nutzen und anwenden zu können, solltest Du eine Kamera haben, wo du die Belichtungszeit, Blende und ISO - Werte einstellen kannst. 

 

1. Beherrsche Deine Kamera

Die Kamera ist Dein Werkzeug und um die fotografischen Ergebnisse zu erhalten, wie Du sie Dir wünscht, solltest Du sie verstehen und handeln können.

 

Es ist halt wie Zähne putzen. 
Benutzt Du Deine Zahnbürste beim Zähneputzen falsch (drückst zu doll oder streichelst Deine Zähne nur) dann geht entweder Deine Zahnbürste schneller kaputt oder der Zustand Deiner Zähne verschlechtert sich so stark, dass ein Besuch beim Zahnarzt ansteht.

Also, sag >> Bye Bye << zur Vollautomatik!
Klar ist die Vollautomatik einfach zu bedienen. da brauchst Du ja nur aufs Knöpfchen drücken.  Ist Dir schon mal aufgefallen, dass manche Fotos in der Vollautomatik ganz gut werden und die anderen wieder nicht?
Das liegt daran, dass Du die volle Verantwortung und Macht Deines Moments an die Kamera abgibst.
Die Kamera weiß doch gar nicht, was Dir jetzt genau an diesem Moment wichtig ist und wie Du diesen einfangen möchtest.

Begrüße daher mit einem tobenden Applaus, die Zeit - Automatik.
Die Zeitautomatik ist entweder mit >>A<< oder mit >>AV<< gekennzeichnet.
Das wunderbare an der Zeitautomatik ist, dass Du die volle Kontrolle über die Blende hast (die Du für einen unscharfen Hintergrund brauchst).

2. Die Blende

Bildquelle: https://neunzehn72.de/warum-kleine-blenden-eine-grosse-zahl-haben/
Bildquelle: https://neunzehn72.de/warum-kleine-blenden-eine-grosse-zahl-haben/

 

Anhand der Grafik kannst Du einen kleinen Ausschnitt der verschiedenen Blendenstufen sehen. 
An dieser Stelle möchte ich gar nicht so tief in die Technik einsteigen, sondern lediglich das wichtigste für Dich aufführen.
Umso kleiner die Zahl nach >>f<<, umso größer und offener wird die Blende.
Dementsprechend verringert sich auch die Tiefenschärfe - genau das was Du für ein Portrait mit Butterweichem, verschwommenen Hintergrund brauchst.
Das bedeutet, wenn Du mit einer sehr großen Blende (also kleine Zahl) fotografierst, wird Dein Kind (sofern Du es fokussiert hast) knacke scharf.
Der Hintergrund hingegen unscharf, da dieser hinter dem Fokuspunkt liegt und damit unscharf ist.

Daher achte auf eine offene Blende!

 

3. Fokussiere die Augen

 

>> Die Augen sind der Spiegel der Seele.<<

 

Ein bekanntes Sprüchlein, doch für ein Portrait elementar.
Die Augen sind spannend, ihre Struktur und Farbe ist einzigartig und sie übermitteln sogar Emotionen.
Anhand der Augen kannst Du erkennen, wie es Deinem Gegenüber geht.

Fokussiere bei einem Portrait immer auf die Augen. Genauer gesagt auf das Auge, was näher zu Dir gewandt ist. 
Ein Portrait auf dem die Haarspitzen oder die Ohren scharf sind, kann auch spannend sein und sehr künstlerisch wirken, doch die Augen sind Spiegel des zu fotografierenden Menschen.

 

4. Der Hintergrund

 

Achte auf einen freien oder Farbhomogenen Hintergrund. 
Natürlich ist es mit einer offenen Blende möglich den Hintergrund Butterweich zu machen und somit einige >>störende<< Elemente zu verschleiern. Hier kommt dann die Farbe ins Spiel.
Wenn der Hintergrund sehr bunt ist, hast Du viele bunte und verschwommene Farbtupfer.
Dieser zusätzliche Effekt kann sehr spannend sein und den Betrachter neugierig machen, sich das Foto noch genauer anzuschauen und zu raten, was die Farbtupfer im Hintergrund sein könnten.
Jedoch liegt dann der Fokus des Betrachters nicht mehr auf der Person / dem Kind, sondern eher auf den Hintergrund.
Dies ist völlig subjektiv und reine Geschmacks- und Interpretationssache. 

 

 

Dieses Portrait entstand im Kinderzimmer der kleinen Maus.
Im Hintergrund kannst Du eine Kommode und noch etwas vom Bücherregal erkennen. 
Durch die hier genutzte große Blende, verschwimmt jedoch alles so schön, so dass die kleine Sonnenbrillen - Träger im Mittelpunkt steht.
>>Störende<< Elemente wurde so, also verweichlicht.

 

5. Licht und Schatten

 

Tageslicht ist das natürlichste Lichtelement und hat den großen Vorteil, dass es immer und überall zur Verfügung steht.
Für die Fotografie ist Licht und Schatten elementar.
Die Komposition aus beiden Elementen kreiert ein fotografisches Meisterwerk.

Achte bei Deinem Portrait darauf, dass genügend Licht vorhanden ist.
Draußen fotografiere bei starker Sonne lieber im Schatten (das Licht ist weicher, Dein Kind kann die Augen aufhalten ohne zu kniepen).
Bei bewölktem Wetter scheinen die Wolken wie eine riesige Softbox, die das Licht weich streuen, so dass das Gesicht Deines Kindes gleichmäßig und weich ausgeleuchtet ist.

Natürlich kannst Du auch Gegenlichtaufnahmen machen, dazu findest Du den passenden Blogartikel hier Gegenlichtaufnahmen , jedoch würde ich Dir besonders am Anfang empfehlen MIT dem Licht zu fotografieren.
Später, wenn Du Dich sicherer fühlst, tobe Dich gerne an Gegenlichtaufnahmen aus.

 

 

Wie bei dieser Fotografie der beiden Brüder.
Wir haben uns ein lauschiges Plätzchen im Schatten gesucht und los gings.
Die beiden konnten naschen und ich fleißig fotografieren ;-)

 

 

Nun habe ganz viel Spaß beim kreieren eines zauberhaften Portrait Deines Kindes mit unscharfem Hintergrund.

Deine Jenny

Weiteres:

Hier gehts zum Experten Tipps für natürliche Kinderfotos 6.0

Hier gehts zum Experten Tipps für natürliche Kinderfotos 5.0

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Über den Autor Jenny von Zauberhaft ~ Lebendig

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