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Experten Tipp 6: Wenn sich Dein Kind nicht fotografieren lässt

Wenn sich Dein Kind nicht fotografieren lässt

Du liebst es Dein Kind zu fotografieren, doch es läuft immer weg, dreht sich um oder ist genervt?

Kurz gesagt: es mag nicht fotografiert werden?

Das kann sehr frustrierend sein. Für Dein Kind, da es immer wieder seinen Standpunkt des nicht fotografierens klar machen muss und für Dich, da Dir diese Fotos eine Menge bedeuten. Werden sie sich so schnell groß und vieles gerät einfach so schnell in Vergessenheit....

 

Was kannst Du tun, wenn sich Dein Kind nicht fotografieren lass will?

 

Ohne Spaß, kommt bei Deinem Kind sehr schnell langeweile auf.

Besonders, wenn Du mit ernster Linie ans Werk gehst (etwas klappt nicht, doch es wird auf das Foto beharrt), dann kommt Druck mit ins Spiel. Dies ist der Punkt, an dem das Kind seine ablehnende Haltung verstärkt.

 

Oft kommt dann so etwas wie:" Lukas lach doch mal! Mama möchte nur ein Foto machen. Lukas laaaachen! Och Lukas, jetzt lach doch mal richtig."

Fühlst Du Dich ertappt? 😅

 

Dann bist Du bereit es beim nächsten mal anders zu machen 😘

 

An dieser Stelle möchte ich Dich dazu einladen, einmal bei Dir selbst zu schauen.

 

❓ Kannst Du Dich noch erinnern, als Du zur Kita bzw. zur Schule gegangen bist und der Fotograf kam zu Besuch?

 

Wie lief das ab? Was hast Du gemacht oder wurde mit Dir etwas gemacht?

Wie hast Du Dich gefühlt?

 

Wie ist es heute?

Lässt Du Dich gerne fotografieren? Oder gehörst Du zu den ersten, die die Biege machen?

 

Und wenn:

Warum magst Du es nicht, fotografiert zu werden?

 

 

 "Ich habe dafür nichts passendes anzuziehen!" oder "Meine Haare liegen gerade nicht." oder  "Ich bin nicht fotogen." oder "Ich muss erst abnehmen und dann können wir Fotos machen."

Eh....was???
Mäuschen, dass sind Oberflächlichkeiten, die zählen nicht.
Liegt doch die wahre Schönheit im Inneren, im Charakter.
Geh tiefer und stell Dir die Frage noch einmal (sofern sie auf Dich zutrifft) :

Warum magst Du nicht fotografiert werden?

Als ich mir diese Frage gestellt habe, musste ich mich unwillkürlich an die fünfte Klasse erinnern.
Dort kam der Schulfotograf.
Er baute sein Set auf dem Flur auf.
Wir setzten uns rund um das Set hin und warteten darauf aufgerufen und fotografiert zu werden.
Es war ein unglaublich schöner Hintergrund, der alt bekannte blaue *lach* .
Auf einem Stuhl durfte ich Platz nehmen.
Der Fotograf gab mir Anweisungen, wie ich mich zu setzten und zu schauen hatte.
Nach 2 Minuten hüpfte ich vom Hocker und war fertig....

Das einzig gute war, wir hatten eine Unterrichtsstunde weniger *lach* .
Wie haben ich mich bei dieser Session gefühlt?

Gefühlt habe ich mich wie ein Produkt, was über ein Fließband läuft und dann abgestellt wird.
Hat er sich Zeit für mich genommen? 
Nein.
Hat er MICH gesehen?
Nein.
Hat er seinen Job gemacht?
Ja, er hat das gemacht, wofür er gebucht wurde. Was auch völlig in Ordnung ist!

In meiner Mitte

Früher war ich immer mit die erste, die sich verdrückt hat, wenn es darum ging beispielsweise ein Gruppenfoto auf einem Geburtstag zu machen.
Ich war so verkrampft und angespannt.

Seid dem ich mir darüber im Klaren bin und auch mehr in meiner Mitte, lasse ich mich mittlerweile viel lieber fotografieren.
Bei dem Foto geht es nämlich nicht um mich, sondern um denjenigen der das Foto macht.
Ihm oder ihr bin ich so wichtig, dass er/sie einen Moment von oder mit mir auf einem Foto festhalten möchte.

 

 

Nachdem Du Dich selbst hinterfragt hast, kannst Du Dein Kind jetzt vielleicht auch besser verstehen.
Kinder nehmen ihre Eltern als Vorbild.
Wenn ein Kind Dein unbehagen vor der Kamera spürt, was sie unbewusst tun, dann geht es auf Abstand.
"Okay, wenn Mama und/oder Papa das nicht mögen, dann muss das ja doof sein. Es macht mir Angst."
Dies könnte ein Kind UNBEWUSST denken bzw. fühlen.

Daher ist die Reaktion, sich zu verweigern wenn es sich fotografieren lassen soll, nur eine ganz natürliche Reaktion auf etwas, was es nicht greifen, jedoch durch Dich wahrnehmen kann.

 

 

Was kannst Du jetzt konkret tun?

1. Respektiere den Wunsch Deines Kindes

Als wichtigster Punkt überhaupt solltest Du den Wunsch Deines Kindes respektieren.
Wenn Dein Kind sich weigert sich fotografieren zu lassen, vielleicht sogar ein NEIN äußert, dann respektiere das!
Stell Dir vor, Du sollst etwas machen, was Du gar nicht, möchtest.
Wie fühlst Du Dich dabei?
Genau, Du findest das salopp gesagt sch*****.
Dein Kind auch.

Selbstverständlich kannst Du, je nach Alter, mit Deinem Kind in einen Dialog treten.
Es fragen, warum es nicht fotografiert werden möchte und von Dir erzählen, warum Dir Fotos so wichtig sind.

Sehe Dein Kind, nimm es mit seinem Wunsch wahr und respektiere diesen!

 

2. Habt Spaß!

Sich irgendwo hinsetzten oder vorstellen zu müssen ist langweilig und öde.
Vor allem entspricht es dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung nicht.
Daher habt Spaß!
Macht Quatschfotos, schneidet Grimassen oder nehme das Lieblingskuscheltier zu Hilfe, welches nur Blödsinn macht.

 

 

3. Macht Selfis

 

Selfis haben den super Nebeneffekt, dass auch Du Deine Scheu vor der Kamera verlierst.
Bei den Selfis geht es nicht um das Ergebnis, sondern hier steht der Spaß im Fokus.
Der tolle Bonus ist hier, dass ihr beide mit der Kamera warm werdet, es sich nicht mehr so komisch anfühlt und das Wohlbefinden vor der Kamera steigert.

4. Beobachte Dein Kind

 

Nicht jeder hat gerne ständig eine Kamera vor seinem Gesicht kleben, um hinein lächeln zu müssen.
Eine gute Alternative ist es, Dein Kind zu beobachten und aus der Ferne zu fotografieren.
Wie es gerade mit dem Bobbycar über den Hof düst, in einem Buch blättert, mit Bauklötzen spielt....
So lässt Du Deinem Kind die Möglichkeit, seinen ganz persönlichen Moment zu genießen und Du bekommst Dein Erinnerungsfoto.

Entweder hast Du für Deine Kamera ein sogenanntes Teleobjektiv, oder zooms mit Hilfe Deines Handys in die Situation.

Zeige hier im Anschluss Deinem Kind gerne das Foto und erzähle ihm, was es für Dich so besonders macht.
Auch wenn Dein Kind nicht alles verstehen wird, wird es doch langsam ein Gefühl dafür bekommen und merken, dass es ja etwas schönes sein kann, fotografiert zu werden.

5. Respektiere den Wunsch Deines Kindes


Weil es so wichtig ist, hier noch einmal:

Als wichtigster Punkt überhaupt solltest Du den Wunsch Deines Kindes respektieren.

Wenn Dein Kind sich weigert sich fotografieren zu lassen, vielleicht sogar ein NEIN äußert, dann respektiere das!

Stell Dir vor, Du sollst etwas machen, was Du gar nicht, möchtest.

Wie fühlst Du Dich dabei?

Genau, Du findest das salopp gesagt sch*****.

Dein Kind auch.

 

Selbstverständlich kannst Du, je nach Alter, mit Deinem Kind in einen Dialog treten.

Es fragen, warum es nicht fotografiert werden möchte und von Dir erzählen, warum Dir Fotos so wichtig sind.

 

Sehe Dein Kind, nimm es mit seinem Wunsch wahr und respektiere diesen!

 

Weiteres:

 

Hier gehts zum Experten Tipps für natürliche Kinderfotos 5.0

Außerdem:

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Über den Autor Jenny von Zauberhaft ~ Lebendig

Mein Name ist Jenny und ich bin die Frau hinter der Kamera.

Der Blog hält regelmäßig Tipps&Tricks sowie fotografische Geschichten aus dem Familienalltag für Dich bereit.

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