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Mami Journal - Wenn aus einer Frau eine Mama wird

❤ Mein Gedanke hinter dem Mami Journal - Wenn aus einer Frau eine Mama ❤

Überall in den Medien wird uns Frauen präsentiert, wie wunderschön und "einfach" es ist Mama zu sein.

Doch ist es das wirklich?

Durch meine Tätigkeit als Kinder- und Familienfotografin und als pädagogische Fachkraft mit jahrelanger Berufserfahrung, weiß ich, dass nicht immer alles "Friede - Freude - Eierkuchen" ist (wieso sagt das eigentlich jeder? Was hat das ganze denn mit Eierkuchen zu tun??? ?)

Mama zu sein ist wie ein Fluss. Mal ganz sacht und leicht fließt er dahin und dann mal ganz wild, mit vielen Wirbeln und Stromschnellen. Alles hat zwei Seiten. Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Wenn Du selbst Mama bist, dann weißt Du genau, was ich damit meine.

So viele Mamas haben sich am Mami Journal - Wie aus einer Frau eine Mama wird beteiligt. Drüber bin ich sehr dankbar, denn ohne diese wundervollen Frauen, gäbe es diese Reihe nicht!

Alle haben von mir konzipierte Fragen beantwortet.

Die Antworten der Mamis sind ehrlich, schonungslos, liebevoll und manchmal so ergreifend, dass es mir bis unter die Haut ging...

Ach, am Besten liest Du Dir das Mami Journal - Wenn aus einer Frau eine Mama wird selbst durch.

Die Antworten haben ich übrigens 1:1 übernommen inkl. Formulierungs- und Rechtschreibfehlern oder Buchstabensalat!

Es ist also ein authentischer Bericht von echten Mamis.

Lass Dir noch gesagt sein, dass die Bilder, die Du siehst, NICHTS mit dem Bericht zu tun haben. Sie dienen lediglich der Auflockerung und zeigen NICHT die Mama, die diesen Bericht verfasst hat! Der Bericht wird unter Anonymität der Mama veröffentlicht.

Und nun ganz viel Vergnügen beim lesen.

Vielleicht wird Dir das ein oder andere bekannt vorkommen.

Vielleicht wirst Du Dich in der ein oder anderen Situation oder in Teilen des Berichtes wiederfinden.

Vielleicht wird es für Dich eine neue Erfahrung mit neuen und inspirierenden Erkenntnissen und Eindrücken. 

Kurze Eckdaten zur Mama, die diesen Bericht verfasst hat:

 Dein derzeitiges Alter:       34 Jahre

❤ Dein Alter bei der Geburt Deines Kindes:   28 Jahre

❤ Dein derzeitiger Beruf:    Angestellte

 

❓ Meine Fragen, ihre Antworten ?

 

1. Was war Deine erste Reaktion, als Du erfahren hast, dass Du schwanger bist?

"Im Grunde war es die Bestätigung des Gefühls, das ich vorher schon hatte.

Im ersten Moment also Bestätigung und Freude, dann viel Aufgeregtheit, die natürlich auch abgelöst wurde von der Ungewissheit, wie das alles werden wird.

Insgesamt war die erste Zeit aber geprägt von Freude und Aufregung und der Geheimniskrämerei der ersten Wochen.

Eine sehr spannende Zeit, obwohl man noch nicht wirklich viel fühlen kann."

 

 

2. Wie hat sich Dein denken, während er Schwangerschaft verändert? Welche Ängste hattest Du? Worauf hast Du Dich besonders gefreut?

"Eigentlich hatte ich nie viel Angst, war eher aufgeregt.

Ich hatte keine Beschwerden, die Schwangerschaft war angenehm und spannend, es hätte für mich noch länger so weitergehen können.

Da es statistisch keinen Grund zur Sorge gab, habe ich mir da auch nicht den Kopf zerbrochen, sondern es einfach genossen, schwanger zu sein und dieses neue Kapitel aufzuschlagen.

Grundsätzlich wusste ich immer, dass ich Kinder haben würde, und ich habe auch nie Zukunftsängste diesbezüglich gehabt."

 

 

3. Wie war die Geburt für Dich?

"Das erste Kind war ein geplanter Kaiserschnitt, da es immer „falschrum“ lag.

Bevor ich mir Sorgen um eine eventuelle Geburt machen konnte, stand also schon fest, dass es ein Kaiserschnitt wird.

Damit habe ich mich einfach abgefunden und fand auch dies hauptsächlich aufregend statt beängstigend.

Befremdlich fand ich allerdings, dass eine Ärztin mit dem Terminkalender in der Hand darüber bestimmt, an welchem Datum mein Kind Geburtstag haben wird. Die Geburt des zweiten Kindes war natürlich, aber nach einer Einleitung, weil es lange auf sich hat warten lassen und ich einen erneuten Kaiserschnitt vermeiden wollte.

Wenn man schon ein Kind zu Hause hat, möchte man ja ungern 7 Tage lang im Krankenhaus bleiben, ohne laufen zu können.

Die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt waren sehr stark, ich erhoffte mir von einer natürlichen Geburt eine deutlich schnellere Genesung.

Durch die Einleitung waren die Wehen sehr stark und schmerzhaft, insgesamt hatte ich während der Geburt aber nie Angst, dass ich es nicht schaffen könnte o.ä., es war einfach absolut klar für mich, dass das Kind so zur Welt kommen wird.

Danach habe ich mich großartig gefühlt (die Hormonausschüttung tut ihr übriges dazu), unfassbar glücklich und noch einmal viel stärker als nach dem Kaiserschnitt.

Mein Mann lacht sich heute noch kaputt, weil ich kurz nach der Geburt gesagt habe „Ich bin Gott, ich habe zwei Menschen gemacht!“

 

 

4. Kannst Du das Gefühl, Deine erste Reaktion, als Du zum ersten Mal Dein Kind gesehen und im Arm halten konntest, beschreiben?

"Bei der 1. Geburt ging es viel zu schnell, sie hielten das Kind über das grüne Tuch und einmal kurz an meinen Kopf/Schulter, dann wurde es sofort zu den Ärzten gebracht.

Ich hatte das Gefühl, mir gar nicht gemerkt zu haben, wie das Kind aussieht.

Das lief bei der 2. Geburt besser, da war das Kind sofort und sehr lange bei mir, bevor es irgendwann gemessen und gewogen wurde.

Bei beiden musste ich mich aber erst einmal mit dem Baby anfreunden.

Ich hatte mir vorher nicht vorstellen können, wie sie aussehen würden, aber so wie sie dann aussahen hatte ich es mir auch nicht vorgestellt.

„Knautschig“ war mein erster Gedanke.

So abgedroschen der Satz klingen mag, ist es aber doch jedes Mal ein Wunder, wenn ein Kind geboren wird.

Und schon kurz nach der Geburt kann man sich nicht mehr wirklich vorstellen, dass dieses Kind in einem drin gewesen sein soll."

 

 

5. Wie war die erste Zeit nach der Geburt für Dich?

"Aufregend, glücklich, spannend, und einfach toll.

Die schlaflosen Nächte und das Schreien etc. machen einem ja erst etwas später zu schaffen."

6. Wie fühlst Du Dich heute, nach der Geburt? Wie fühlst Du Dich als Frau, wie als Mama? (Bitte mit Zeitangabe, wie lange die Geburt schon her ist)

"K1 ist 5,5 Jahre alt, K2 2,5.

Inzwischen habe ich einige Phasen durchlaufen: nach jeder Geburt 1 Jahr Elternzeit zu Hause, die ich anfangs sehr genoss.

Zum Ende hin fiel mir aber jedesmal auch die Decke auf den Kopf und ich war froh, wieder in Teilzeit arbeiten zu gehen.

Mit dem Arbeiten, Abstillen und der Gewöhnung an andere Leute kommt auch die Freiheit ein Stück zurück, die ich dann immer eine Weile sehr genossen habe und auch ausgenutzt habe, um mal wieder richtig auszugehen.

Es tut ja doch gut, auch zwischendurch mal auf der Tanzfläche wahrgenommen zu werden, anstatt nur auf dem Spielplatz.

Inzwischen hat es sich ganz gut eingependelt, dass ich sowohl unfassbar gerne Mama bin und sehr viel Zeit mit den Kindern verbringe und genieße, mir aber auch in regelmäßigen Abständen Auszeiten nehme und manchmal aufzwinge, weil sie mir gut tun.

Bisher war ich noch nie länger als 2 Nächte von meinen Kindern getrennt, und auch das passiert nur durchschnittlich 2-3 Mal pro Jahr.

Aber es tut mir sehr gut, mich auch mit kinderlosen Freunden zu treffen und sowohl die Frau von früher noch in mir zu erkennen, als auch die Frau, die ich inzwischen geworden bin – neben und mit und trotz der Mama.

Man hat mehr Rollen, die man positiv nutzen sollte."

 

 

7. Was fehlt Dir heute am meisten?

"Zeit.

Zeit und Möglichkeiten, Dinge flexibler zu planen oder einfach zu machen.

Jede Aktion setzt Planung voraus, es gibt einfach keine Unabhängigkeit mehr.

Auch Geld fehlt mir.

Man arbeitet weniger, bekommt weniger Geld, hat aber deutlich mehr Ausgaben im Alltag – im Urlaub ist mir das gerade sehr bewusst geworden, da man überall mehr Eintritt bezahlt und zB Pommes essen gehen mit Kindern genauso teuer ist wie früher ein richtig chicer Abend zu zweit im Restaurant.

Mit mehr Geld könnte ich mir vielleicht eine Putzhilfe leisten, die dann wieder zu mehr Zeit führt. Oder einen Babysitter, der zu mehr Flexibilität führt."

 

8. Gibt es vielleicht etwas, dass Du bis heute bereust?

"Nein."

 

 

9. Was erfüllt Dich am Mama sein am besonders?

"Niemand hat behauptet, dass es nicht anstrengend wäre, aber die Augenblicke voller Liebe und die Mengen an Freude und Lachen erfährt man als Erwachsener nicht ohne Kinder.

Manchmal möchte ich weinen oder platzen, weil ich nicht weiß, wohin mit all der Liebe."

 

 

10.Wie schaffst Du es Beruf und Muttersein unter einen Hut zu bringen? Warum ist Dir beides wichtig?

"Ich arbeite gern und brauche es auch sowohl finanziell als auch als Ausgleich.

Es ist mir wichtig, ein paar Stunden am Tag auf eine andere Art gebraucht zu werden und Verantwortung zu tragen.

Auch der Stress ist anders.

Es tut gut, dazwischen wechseln zu können, damit eine Stressart nicht überhand nimmt.

Es tut mir auch gut, ganz andere Themen zu besprechen, um den Bezug zur Realität nicht zu verlieren.

Den Kindern tut es auch gut, nicht 24/7 mit den Eltern zusammen zu sein, im Kindergarten können sie sich ganz anders entwickeln und entfalten, als sie es nur bei uns zu Hause könnten.

Natürlich ist es manchmal schwierig, zB Krankheitsphasen oder Schließzeiten mit der Arbeit zu vereinbaren, und auch für die Anerkennung im Beruf müssen Mütter mehr leisten.

Aber andererseits verschieben sich durch ein Kind auch die Prioritäten und ich bin inzwischen froh, nur noch vormittags zu arbeiten und die Probleme im Job nicht mehr so nah an mich heran zu lassen.

Ich bin einerseits gelassener geworden und habe andererseits auch mehr Vertrauen in meine Stärken – wenn ich Kinder in die Welt setzen und großziehen kann, kann mir kein Chef oder Kunde mehr Stress machen."

 

11. Was hat Dich dazu bewegt, Dich ausschließlich um Dein Kind zu kümmern und Dich aus dem Berufsleben zurück zu ziehen?

"Siehe oben, das kommt für mich nicht in Frage"

 

12. Das möchte ich noch unbedingt mitteilen.. 

"Man könnte ja ewig schreiben, aber insgesamt kann ich nur resümieren, dass ich sehr gerne Frau und Mutter bin und de Erfahrungen niemals missen möchte."